In der wissenschaftlich wie baulich-architektonisch anspruchsvollen Komplexion der Einrichtung BESSY 2 galt es eine bildnerisch signethafte Parallelwelt zu schaffen, die trotz singulärer Erscheinung ein hohes Mass der „bessyeigenen“ Differenziale integral würde umschreiben können.

Um dieses – wie wir es nennnen – System BESSY künstlerisch abzubilden, haben
wir den Fokus und den Vorgang des Fokussierens als Medium gewählt. Unseren daraus entstandenen Entwurf „Focals“ verstehen wir als strukturellen Vorentwurf.

Im ersten Arbeitsschritt haben wir versucht, den räumlichen Schwerpunkt des Gebäudeensembles im Verhältnis zu seinem Umraum festzulegen. Dieser ergibt konsequenterweise dann den Standpunkt für eine Operation, deren Ergebnis schließlich den Freiraum „Bild“ und – in unserem Fall – den Ort der Installation „Focals“ darstellt (Grundriss M 1: 100).

Es handelt sich um eine horizontal gelagerte Kreisscheibe mit einem Durchmesser von 7,80 m. Sie ist 12 cm dick und besteht aus cremeweiß gefärbtem, UV-beständigem Polyesterharz (Materialprobe; Fiberglas, RAL 9001). Gemäß der Strukturskizze (M 1: 100 et al.) wird sie von 12 verschieden starken zylindrischen Strahlen durchdrungen und geöffnet (siehe auch Fotomontage). Die Öffnungen sind um 52º geneigt und weisen auf ein virtuelles Zentrum unter der Platte hin. Die Mantelflächen bestehen aus V2A-Rohrabschnitten mit einem Flächenüberstand von 1 cm. Die Skulptur ist in einer Höhe von 88 cm aufgeständert; das Ständerwerk besteht aus 24 stativähnlichen, umgedrehten Dreibeinen aus V2A-Rohren (Ø 3 cm).
In östlicher Richtung kragt die Platte über die Begrenzung des Eingangsplatzes hinaus in die Rasenfläche hinein. Der dort stehende (noch sehr kleine) Baum soll entfernt werden. Ein „materialisierter“ natürlicher Schatten der Kreisscheibe befindet sich als permanente farbige (beige Klinkerfarbe) Fläche auf dem Boden (vdm-Verkehrsflächenbeschriftung nach ISO 9001) sowie geklappt auf und über die östlich abschließende Betonmauer. Schatten sowie Skulptur sind beschriftet.

Bei Dunkelheit dient die Oberfläche der Platte als Projektionsfläche. Dazu ist ein Beamer im oberen rechten Raum des Neubaus (2. Bauabschnitt) installiert, der
grafisch übersetzt einen Text in Überblendtechnik weiterschreibt, so dass im entstehenden Morph sowohl plastisch-räumliche wie auch filmsche Qualitäten entstehen (Skizzen mit „Standbildern und Blindtext). Der Text wird in Kooperation mit den BESSY-MitarbeiterInnen für die Situation erstellt.

Der Standpunkt der medialen Installation „Focals“ formuliert einen nicht betretbaren Raum der mit wechselndem Licht mehrfach und mehrwertig umgeschrieben und überschrieben wird. In ihm treffen sich vielschichtig die Prozesse, Belange und Bedingungen des Handlungssystems BESSY mit denen der subjektiver Wahrnehmung und deren Strukturierung. Sie bilden einen überschaubaren aber dennoch komplexen Möglichkeitsraum.

Demgemäß bleibt die Ordnung des Ensembles offen. Optional kann daher die Gestalt der Einzelelemente moduliert werden. Bei der Skulptur wäre die Verlängerung der Rohrabschnitte und Gestelle durch die Platte denkbar sowie eine plastische Ausdehnung des Volumens nach unten. Die Grünflächen auf dem Eingangsplatz könnten durch verschieden blühende und duftende Pflanzen farblich und durch Büsche und Sträucher im Volumen modelliert werden.


Marion Kreißler/Martin Conrath

In der wissenschaftlich wie baulich-architektonisch anspruchsvollen Komplexion der Einrichtung BESSY 2 galt es eine bildnerisch signethafte Parallelwelt zu schaffen, die trotz singulärer Erscheinung ein hohes Mass der „bessyeigenen“ Differenziale integral würde umschreiben können.

Um dieses – wie wir es nennnen – System BESSY künstlerisch abzubilden, habenwir den Fokus und den Vorgang des Fokussierens als Medium gewählt. Unseren daraus entstandenen Entwurf „Focals“ verstehen wir als strukturellen Vorentwurf.Im ersten Arbeitsschritt haben wir versucht, den räumlichen Schwerpunkt des Gebäudeensembles im Verhältnis zu seinem Umraum festzulegen. Dieser ergibt konsequenterweise dann den Standpunkt für eine Operation, deren Ergebnis schließlich den Freiraum „Bild“ und – in unserem Fall – den Ort der Installation „Focals“ darstellt (Grundriss M 1: 100).

Es handelt sich um eine horizontal gelagerte Kreisscheibe mit einem Durchmesser von 7,80 m. Sie ist 12 cm dick und besteht aus cremeweiß gefärbtem, UV-beständigem Polyesterharz (Materialprobe; Fiberglas, RAL 9001). Gemäß der Strukturskizze (M 1: 100 et al.) wird sie von 12 verschieden starken zylindrischen Strahlen durchdrungen und geöffnet (siehe auch Fotomontage). Die Öffnungen sind um 52º geneigt und weisen auf ein virtuelles Zentrum unter der Platte hin. Die Mantelflächen bestehen aus V2A-Rohrabschnitten mit einem Flächenüberstand von 1 cm. Die Skulptur ist in einer Höhe von 88 cm aufgeständert; das Ständerwerk besteht aus 24 stativähnlichen, umgedrehten Dreibeinen aus V2A-Rohren (Ø 3 cm).
In östlicher Richtung kragt die Platte über die Begrenzung des Eingangsplatzes hinaus in die Rasenfläche hinein. Der dort stehende (noch sehr kleine) Baum soll entfernt werden. Ein „materialisierter“ natürlicher Schatten der Kreisscheibe befindet sich als permanente farbige (beige Klinkerfarbe) Fläche auf dem Boden (vdm-Verkehrsflächenbeschriftung nach ISO 9001) sowie geklappt auf und über die östlich abschließende Betonmauer. Schatten sowie Skulptur sind beschriftet.
Bei Dunkelheit dient die Oberfläche der Platte als Projektionsfläche. Dazu ist ein Beamer im oberen rechten Raum des Neubaus (2. Bauabschnitt) installiert, der
grafisch übersetzt einen Text in Überblendtechnik weiterschreibt, so dass im entstehenden Morph sowohl plastisch-räumliche wie auch filmsche Qualitäten entstehen (Skizzen mit „Standbildern und Blindtext). Der Text wird in Kooperation mit den BESSY-MitarbeiterInnen für die Situation erstellt.
Der Standpunkt der medialen Installation „Focals“ formuliert einen nicht betretbaren Raum der mit wechselndem Licht mehrfach und mehrwertig umgeschrieben und überschrieben wird. In ihm treffen sich vielschichtig die Prozesse, Belange und Bedingungen des Handlungssystems BESSY mit denen der subjektiver Wahrnehmung und deren Strukturierung. Sie bilden einen überschaubaren aber dennoch komplexen Möglichkeitsraum.

Demgemäß bleibt die Ordnung des Ensembles offen. Optional kann daher die Gestalt der Einzelelemente moduliert werden. Bei der Skulptur wäre die Verlängerung der Rohrabschnitte und Gestelle durch die Platte denkbar sowie eine plastische Ausdehnung des Volumens nach unten. Die Grünflächen auf dem Eingangsplatz könnten durch verschieden blühende und duftende Pflanzen farblich und durch Büsche und Sträucher im Volumen modelliert werden.


Marion Kreißler/Martin Conrath

In der wissenschaftlich wie baulich-architektonisch anspruchsvollen Komplexion der Einrichtung BESSY 2 galt es eine bildnerisch signethafte Parallelwelt zu schaffen, die trotz singulärer Erscheinung ein hohes Mass der „bessyeigenen“ Differenziale integral würde umschreiben können.

Um dieses – wie wir es nennnen – System BESSY künstlerisch abzubilden, habenwir den Fokus und den Vorgang des Fokussierens als Medium gewählt. Unseren daraus entstandenen Entwurf „Focals“ verstehen wir als strukturellen Vorentwurf.Im ersten Arbeitsschritt haben wir versucht, den räumlichen Schwerpunkt des Gebäudeensembles im Verhältnis zu seinem Umraum festzulegen. Dieser ergibt konsequenterweise dann den Standpunkt für eine Operation, deren Ergebnis schließlich den Freiraum „Bild“ und – in unserem Fall – den Ort der Installation „Focals“ darstellt (Grundriss M 1: 100).

Es handelt sich um eine horizontal gelagerte Kreisscheibe mit einem Durchmesser von 7,80 m. Sie ist 12 cm dick und besteht aus cremeweiß gefärbtem, UV-beständigem Polyesterharz (Materialprobe; Fiberglas, RAL 9001). Gemäß der Strukturskizze (M 1: 100 et al.) wird sie von 12 verschieden starken zylindrischen Strahlen durchdrungen und geöffnet (siehe auch Fotomontage). Die Öffnungen sind um 52º geneigt und weisen auf ein virtuelles Zentrum unter der Platte hin. Die Mantelflächen bestehen aus V2A-Rohrabschnitten mit einem Flächenüberstand von 1 cm. Die Skulptur ist in einer Höhe von 88 cm aufgeständert; das Ständerwerk besteht aus 24 stativähnlichen, umgedrehten Dreibeinen aus V2A-Rohren (Ø 3 cm).
In östlicher Richtung kragt die Platte über die Begrenzung des Eingangsplatzes hinaus in die Rasenfläche hinein. Der dort stehende (noch sehr kleine) Baum soll entfernt werden. Ein „materialisierter“ natürlicher Schatten der Kreisscheibe befindet sich als permanente farbige (beige Klinkerfarbe) Fläche auf dem Boden (vdm-Verkehrsflächenbeschriftung nach ISO 9001) sowie geklappt auf und über die östlich abschließende Betonmauer. Schatten sowie Skulptur sind beschriftet.
Bei Dunkelheit dient die Oberfläche der Platte als Projektionsfläche. Dazu ist ein Beamer im oberen rechten Raum des Neubaus (2. Bauabschnitt) installiert, der
grafisch übersetzt einen Text in Überblendtechnik weiterschreibt, so dass im entstehenden Morph sowohl plastisch-räumliche wie auch filmsche Qualitäten entstehen (Skizzen mit „Standbildern und Blindtext). Der Text wird in Kooperation mit den BESSY-MitarbeiterInnen für die Situation erstellt.
Der Standpunkt der medialen Installation „Focals“ formuliert einen nicht betretbaren Raum der mit wechselndem Licht mehrfach und mehrwertig umgeschrieben und überschrieben wird. In ihm treffen sich vielschichtig die Prozesse, Belange und Bedingungen des Handlungssystems BESSY mit denen der subjektiver Wahrnehmung und deren Strukturierung. Sie bilden einen überschaubaren aber dennoch komplexen Möglichkeitsraum.

Demgemäß bleibt die Ordnung des Ensembles offen. Optional kann daher die Gestalt der Einzelelemente moduliert werden. Bei der Skulptur wäre die Verlängerung der Rohrabschnitte und Gestelle durch die Platte denkbar sowie eine plastische Ausdehnung des Volumens nach unten. Die Grünflächen auf dem Eingangsplatz könnten durch verschieden blühende und duftende Pflanzen farblich und durch Büsche und Sträucher im Volumen modelliert werden.


Marion Kreißler/Martin Conrath

Künstlerischer Wettbewerb der BESSY 2 GmbH
Synchrotronbeschleuniger, Berlin-Adlershof, Juli 2001




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