Marion KreißlerMartin Conrath

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Video- Fotoprojekt 2004 - 2008
Olympisches Dorf 1936 -
ehemaliges Militärgelände
Elstal / Dallgow / Döberitz


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Dauer 29:44
Autostart, Endlosprojetion


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2-Kanal Videoprojektion, Dauer 29'44'' (44.607 Frames)
Video- Fotoprojekt 2004 - 2007
Marion Kreißler und Martin Conrath

<boten> erzählt von der Geschichte eines Ortes, deren Transformationen, Funktionalisierungen und Besetzungen vor dem Hintergrund verschiedener ideologischer Modelle und zeigt die Konsequenzen als mittlerweile historische Spuren: Was verbindet ein Freilichtmuseum mit einer Infanterieschule und ein Wildgehege mit Panzerminen? Die sehr differenten Sinnzuweisungen profilieren ein ansonsten abstraktes Niemandsland und erörtern einen erstaunlichen historischen Fortschritt.

Die Video-Foto-Installation besteht aus einer synchronisierten Video-Doppelprojektion sowie einer Ausstellung von 80 aktuellen sowie historischen Fotos, die typologisch und vergleichend Motive aus einem ehemals militärisch genutzten Gelände in der Nähe von Berlin zeigt.

 


Standbilder 2004-2007
Olympisches Dorf 1936-1943
Übungsplatz Döberitz 1903-1941
Projektbeschreibung (Video)
Synopsis (engl.)
Recherchearchiv


Der Truppenübungsplatz Döberitz, 1896 eingerichtet von der preußischen Armee, wurde in der Folge von der Reichswehr, der Wehrmacht und der Sowjetarmee bis 1991 genutzt und militärisch ausgebaut. Seit 1992 stehen 90% des Geländes unter Naturschutz und seit 2004 wird es teilweise von der Heinz-Sielmann-Stiftung als Wildgehege bewirtschaftet.

Am nördlichen Rand des Geländes befanden sich vier Kasernenkomplexe und das Olympische Dorf, 1935/36 von den Nationalsozialisten gebaut. Es wurde nur einige Wochen von olympischen Athleten bewohnt, danach diente es bis 1945 als Infanterieschule. 1947 wurden alle Gebäude von Einheiten der sowjetischen Armee besetzt. Nach deren Abzug 1992 verfielen die Bauten und das Gelände verwilderte. 2004 wurde das Olympische Dorf von der Deutschen Kredit Bank (DKB) erworben und erfährt seither Restaurierungsmaßnahmen, die touristisches Interesse wecken möchten. Die übrigen Kasernen dienen bislang inoffiziell Jugendlichen als Abenteuerspielplatz, werden aber seit 2004 ebenfalls sukzessive abgerissen.

Produziert mit der Unterstützung durch:
werkleitz/zentrum für medienkunst, Halle/Saale




Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne ein ausführliches Projektdossier
(PDF, 58 Seiten) zu: mk-mc@mc-mk.de

 

 

 

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