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Ausgewählte Statements
Ihre Identität geht in keinem festgelegten Klassifikationsschema auf. Jeder kann wechselnde Bilder von seiner eigenen Identität entwickeln, weiß er doch, dass sich die Frage, wer er ist, immer nach den Leuten richtet, mit denen er verkehrt. Eben darin liegt die Stärke der Fremdheit: Sie macht frei von willkürlichen Definitionen und Identifikationen.
Richard Sennett
Die flexible Organisation fördert den Sinn für Loyalität oder Brüderlichkeit so wenig, wie sie der Demokratisierung dient.
Richard Sennett
Der standardisierte Konsum zerstört lokale Bedeutungen in der gleichen Weise, wie der neuartige Arbeitsplatz die gewachsene gemeinsame Erinnerung unter den Arbeitern zersetzt.
Richard Sennett
Die neue Elite, die ihre Geschäfte global in Städten wie New York, London oder Chicago betreibt, meidet den Bereich der Politik. Sie will in der Stadt operieren, sich aber nicht in irgendeiner Form an der Regierung beteiligen. Sie stellt eine Macht dar, ohne Verantwortung zu übernehmen.
Richard Sennett
Die flexible Zeit ist nicht kumulativ, sondern seriell: Man macht ein Projekt und dann ein anderes, das mit dem ersten nichts zu tun hat. Aber es entsteht kein Bedürfnis, dass man sich, da im eigenen Leben etwas fehlt, etwas außer sich sucht, wie die "Nachbarschaft des Unbekannten".
Richard Sennett
Die Identität führt häufig zu philosophischen Verwirrungen. Wie kann man sagen, dass ich ich selbst bleibe, da ich doch Veränderungen durchlaufe? Wie kann man, da sich meine materielle Substanz doch alle paar Jahre vollkommen erneuert, sagen, dass ich länger als bestenfalls eine solche Periode lang ich bleibe?
W.V.O. Quine
"Ich sehe das und das" bedeutet nicht das gleiche wie "diese oder jene Person, z.B. L.W., sieht das und das".
Ludwig Wittgenstein
Arbeit ist also das reale Mass des Tauschwertes aller Waren.
Adam Smith
Der sinnliche Trieb will bestimmt werden, er will sein Objekt empfangen; der Formtrieb will selbst bestimmen, er will sein Objekt hervorbringen; der Spieltrieb wird also bestrebt sein, so zu empfangen, wie er selbst hervorgebracht hat, und so hervorzubringen, wie sein Sinn zu empfangen trachtet.
Friedrich Schiller
Ist einmal der Betrachter zum Erproben verschiedener Deutungsmuster ermächtigt, dann liegt auch die Wahlentscheidung bei ihm. Ein solches Verfahren überantwortet Kunst einem Spektrum von Bedeutungsspielen: es macht sie verfügbar. Es verneint solcherart die Möglichkreit, ihnen ein für alle Male einen letzten Sinn zu geben.
Werner Hofmann
Zuschauer zu sein, hat auch seine Vorteile: Keine Gefahren, keine Enttäuschungen. Sind nicht am Ende Künstler und Philosophen bloss Zuschauer? Die Welt wimmelt von geschäftigen Bienen, aber es gibt auch die Drohnen, von denen man mit Fug und Recht sagen kann, dass sie den geringsten Schaden anrichten und die wenigsten Fehler machen.
Man Ray
Eine Soziologie, die die moderne Gesellschaft als funktional differenziertes Sozialsystem auffasst, behauptet nicht, dass alle Funktionen bei funktionaler Differenzierung gleich gut reussieren. Sie hat ihre Zweifel in bezug auf Religion, und sie kann auch in bezug auf Kunst die Frage stellen, ob diesem Funktionsbereich die Ausdifferenzierung bekommt und ob ihm eine autopoietische Selbstreproduktion gelingen kann. Es gibt keine aus der Theorie ableitbare Antwort auf diese Frage.
Niklas Luhmann
Die Kunst muss sich […] der Form bedienen, wenn sie zeigen will, wie weit sich etwas auflösen und rekombinieren lässt, so wie sie ein entkoppeltes Medium voraussetzt. Die Differenz von Medium und Form kann ins Unwahrscheinliche getrieben werden – aber nur in den Grenzen, in denen die Kommunikation der Form noch gelingt.
Niklas Luhmann
Es geht also nicht darum, ob Bilder Oberflächen von Stoffen sind oder Inhalte von elektromagnetischen Feldern. Sondern darum, wieweit sie dem stofflichen und dem formalen Denken und Sehen entspringen. Was immer "Material" bedeuten mag, es kann nicht das Gegenteil von "Immaterialität" bedeuten. Denn die "Immaterialität", also strikt gesprochen, die Form, bringt überhaupt erst das Material in Erscheinung.
Vilém Flusser
Lohn, Profit, Zahlungsgeld und Kredit, Investition, Wachstum und Rezession, Währungsmarkt, es wäre interessant, diese Gegenstände als ebensoviele Züge und/oder Regeln zu untersuchen, die unterschiedlichen Sprachspielen entstammen. Und wenn das Kapital eine vielförmige Weise wäre, die Zeit zu meistern, zu verketten?
François Lyotard
Es dürfte also keine "Intellektuellen" mehr geben, und wenn es trotzdem noch welche gibt, so darum, weil sie blind sind gegenüber einem im Vergleich zum 18. Jahrhundert neuen Tatbestand in der Geschichte des Abendlandes: Dass es kein universelles Subjekt oder Opfer gibt, das in der Wirklichkeit ein Zeichen gäbe, in dessen Namen das Denken anklagen könnte, eine Anklage, die zugleich eine "Weltanschauung" wäre […].
François Lyotard
da die exakt verwendbaren mittel der numerischen maßbestimmung und semiotischen klassifizierung sich gerade auf den zustrand graduierbarer unbestimmtheit, durch den sich ästhetische zustände auszeichnen, beziehen, widerspricht auch die idee der "ästhetischen programmierung", die gegenstand der "generativen ästhetik" ist, nicht der intention der kunst als solcher.
Max Bense
Ich werde nun den Ausdruck "Ethik" in etwas weiterem Sinne gebrauchen, ja in dem Sinne, der den nach meiner Überzeugung wesentlichsten Teil dessen mit umfasst, was man im allgemeinen "Ästhetik" nennt.
Ludwig Wittgenstein
Das "künstlerische Leben" ist […] jene Lebensform, bei der es auf den Stil ankommt, in welchem Gesten ausgeführt werden. Das "künstlerische Leben" lebt nicht, um die Welt zu verändern, oder um mit anderen in der Welt zu sein, sondern um sich selbst in der Welt zu finden.
Vilém Flusser
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